Private Finanzen in der Wirtschaftskrise
Der Begriff Finanzkrise lag gegen Ende 2008 in aller Munde, als die Krise aus den USA auch nach Deutschland überschwappte und sich schnell von einer Bankenkrise zur Wirtschaftskrise entwickelte. Schnell machte sich eine große Angst breit, schließlich wusste niemand genau was kommen würde.
Doch im Gegensatz zu vielen anderen Krisen waren Privatpersonen ausnahmsweise nicht die direkten Opfer. Stattdessen hat es in erster Linie die große Unternehmen erwischt, allen voran die Banken und Autohersteller. Im Alltag haben nur diejenigen die Krise unmittelbar zu spüren bekommen, die für die betroffenen Unternehmen arbeiten oder gearbeitet haben.
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Im privaten Bereich hat die Wirtschaftskrise vorrangig die Privatanleger betroffen. Besonders an den Börsen kam es zu heftigen Einbrüchen, die insbesondere dann sehr schlimm waren, wenn zuvor bewusst Aktien wegen der bevorstehenden Einführung der Abgeltungssteuer gekauft wurden. Ebenso hat es Zinsanleger getroffen, weil die Marktzinsen regelrecht in den Keller gerauscht sind.
Ursachen und Folgen der Wirtschaftkrise Auslöser der Wirtschaftskrise 2008/2009 war der amerikanische Immobilienmarkt. Millionen von Amerikanern hatten Kredite zum Erwerb von Wohnimmobilien aufgenommen, welche sie sich im Grunde genommen nicht leisten konnten.
Ein unaufhaltsamer Anstieg der Zinsen führte letzten Endes dazu, dass der gesamte Markt zusammenbrach: In wenigen Monaten verloren Hunderttausende ihre Häuser und die Banken mussten Milliardenverluste schreiben.
Der daraus resultierende Einbruch der Binnennachfrage sowie die globale Vernetzung der Banken ließ die amerikanische Finanzkrise zur globalen Wirtschaftskrise heranwachsen. Vor allem die Exportnationen waren und sind nach wie vor stark betroffen, weil sie aufgrund der niedrigeren Nachfrage deutlich weniger Güter ausliefern.
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KreditDie Folgen für den Anleger wurden bereits einleitend angerissen: Die Aktienkurse sind weltweit eingebrochen. Zugleich hat es die Zinsanleger schwer erwischt, weil die Zinsen ebenfalls stark gesunken sind. Wer Tagesgeld- oder Festgeldanlagen im Ausland oder bei ausländischen Geldinstituten getätigt hatte, musste vorübergehend sogar mit Totalverlusten rechnen.
Wie sich Anleger am besten verhalten Seitdem Beginn der Wirtschaftskrise haben es Privatanleger schwer. Grund ist die Entwicklung der Finanzmärkte, die nur schwer vorherzusagen ist. Deshalb kann Anlegern nur dazu geraten werden, sehr vorsichtig bei der
Geldanlage zu agieren.
Dies soll nicht bedeuten, ausschließlich Cash-Positionen zu halten. Wer sein Geld im Trockenen hält, erzielt keine Rendite und kann Opfer der Inflation werden. Deshalb ist es umso wichtiger zu investieren – nur eben sehr gezielt und sehr vorsichtig. In erster Linie bedeutet dies, nicht das gesamte Kapital einzusetzen, sondern stets Rücklagen zu halten.
Aktienanleger sollten keine großen Einmalanlagen tätigen. Besser ist es, auf den Cost-Average-Effekt zu setzen und fortlaufend nachzukaufen. Insbesondere Fondssparpläne bieten Chancen in Verbindung mit einer soliden Absicherung.
Zinsanleger müssen vergleichen und ihre Anlagen bei den Banken tätigen, die eine maximale Verzinsung bei voller Sicherheit bieten. Anleihen und Rentenfonds können zudem interessante Alternativen oder Ergänzungen darstellen.
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